Montag, 21. Januar 2013

Jetzt mit den Planungen für den Pool beginnen!

Noch hat der Winter das Land fest im Griff, aber die Gedanken wandern immer öfter ihrer Jahreszeit voraus Richtung Frühling und hin zu einem eigenen Swimmingpool. Könnte man den vielleicht selber bauen? Und worauf muss man vorausschauend achten, wenn man im eigenen Garten tätig wird…?

Erstens das Baurechtliche: Fest eingebaute, größere Schwimmbecken müssen vielerorts Bauvorschriften und Raumordnungsvorgaben einhalten und sind genehmigungspflichtig. Erkundigen Sie sich bei Ihrer zuständigen Baubehörde (Gemeindeamt oder Magistrat)  danach! Kleine Pools bedürfen oft keiner Genehmigung, müssen der Gemeinde aber trotzdem schriftlich gemeldet werden. Pools, die nur aufgestellt werden, unterliegen keinen Beschränkungen.
 

Zweitens das Wasserrechtliche: Es empfiehlt sich, sich zu erkundigen, ob ein Kanalanschluss Voraussetzung ist (sofern man keinen hat), ob man das Wasser beim Entleeren überhaupt in den Kanal einleiten darf und ob eine wasserrechtliche Bewilligung für das private Plantschvergnügen nötig ist. Außerdem sollte vor Baubeginn auch mit dem Wasserversorger (meist Gemeinde) geklärt werden, ob besondere Vorgaben für die Wasserentnahme bestehen. Manche Gemeinden erlassen Beschränkungen, da sie sonst bereits im Frühling, wenn überall die Pools eingelassen werden, mit Wasserproblemen zu kämpfen haben. Manche Gemeinden schreiben daher auch Befüllungen während der Nacht vor.

Drittens das Wasser selbst: In der Regel wird das Füllwasser der örtlichen Wasserversorgung entnommen, gelegentlich auch aus einem eigenen Brunnen (Hydranten sind für Private tabu!). Für die nachfolgende Wasserbehandlung ist in erster Linie die Wasserhärte von Bedeutung. Auskunft über Inhaltsstoffe des Wassers geben die zuständigen Wasserversorger (meist Gemeinde). Bei zu weichem Wasser kann der pH-Wert instabil sein. Je höher die Wasserhärte, desto größer wird die Gefahr, dass Kalk ausfällt. Die Folgen sind raue Beckenwände und Funktionsstörungen der Filteranlage. Enthält das Füllwasser Eisen oder Mangan, kann es zu unschönen Wasserverfärbungen und zu Trübungen kommen.

Viertens der perfekte Platz… ist möglichst blickgeschützt, windstill, liegt nicht unter Büschen und Bäumen (Blätter!), ist eben bzw. ein Hang, in den hinein gebaut werden kann und hat möglichst viel Sonne. Außerdem muss man vor dem Bau des Beckens überlegen, wo die Technik (Filter und Pumpe etc.) platziert wird und wie die Leitungen gestaltet werden – kommt die Technik in den Keller des Hauses, in einen eigenen Schacht oder wird sie neben das Becken gebaut. Auch auf genügend Platz zum Sonnenliegen sollte man achten.

Fünftens – welcher Pool soll’s sein?

Sechstens: Wer hilft beim Bauen und wohin soll der Aushub (da kommen schon einige Kubikmeter Erde zusammen, die ganz sicher KEIN Bauer auf seinem Feld ablagern wird!). Siebtens – wie schauen die Gesamtkosten aus und welche Firma sucht man für den Kauf des Beckens (und eventuell einiger Hilfsdienste) aus…

Das Planen macht Spaß, Klar ist aber auch, dass vor dem Schwimmvergnügen noch einiges zu erledigen ist. Besser, man nützt die kalte Jahreszeit, sich über alles schlau zu machen, was da auf einen zukommt, um – wenn’s warm wird – frischen Mutes und gut vorbereitet loslegen zu können!